Geschenke für Gamer: Warum das beste Präsent nicht immer ein neues Spiel ist

Geschenke für Gamer: Warum das beste Präsent nicht immer ein neues Spiel ist

Ein Gamer hat Geburtstag – also schenkt man ihm ein Spiel. Klingt logisch, kann aber erstaunlich schnell schiefgehen. Vielleicht besitzt er den Titel längst, interessiert sich überhaupt nicht für das Genre oder hat das Spiel bereits digital in seiner Bibliothek. Bei PC-Spielern wird die Sache nicht unbedingt einfacher. Zwischen unterschiedlicher Hardware, persönlichen Vorlieben und einem Schreibtisch voller Zubehör gibt es zwar jede Menge Geschenkideen, aber auch reichlich Gelegenheit für einen Fehlgriff. Wer etwas genauer hinsieht, findet jedoch Präsente, die wesentlich besser zum Hobby passen als das spontan gekaufte Computerspiel.

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Warum Spiele überraschend schwierige Geschenke sind

Wer selbst wenig spielt, nimmt die Gaming-Welt häufig vor allem über bekannte Neuerscheinungen wahr. Der aktuelle Blockbuster scheint deshalb zunächst eine sichere Wahl zu sein. Genau das ist er aber nicht.

Geschmäcker unterscheiden sich beim Gaming enorm. Ein begeisterter Strategiespieler muss mit einem schnellen Online-Shooter wenig anfangen können. Andere spielen ausschließlich mit Freunden oder bevorzugen kleinere Indie-Titel gegenüber großen Produktionen.

Hinzu kommt ein praktisches Problem: Viele PC-Spiele werden heute digital gekauft. Von außen lässt sich deshalb kaum erkennen, welche Titel jemand bereits besitzt. Im Regal nachzusehen, funktioniert nicht mehr unbedingt.

Das Spiel selbst ist deshalb vor allem dann ein gutes Geschenk, wenn man den konkreten Wunsch kennt. Wer lediglich weiß, dass der andere „gern am PC zockt“, sollte lieber noch etwas recherchieren.

Erst herausfinden, was für ein Gamer vor einem sitzt

Nicht jeder Gamer hat dieselben Interessen. Manche verbringen ihre Abende mit kompetitiven Multiplayer-Spielen, andere bauen stundenlang virtuelle Städte oder verlieren sich in großen Rollenspielwelten. Wieder andere beschäftigen sich fast ebenso gern mit ihrem PC und dem dazugehörigen Setup wie mit den Spielen selbst.

Genau dort beginnt die Suche nach einem passenden Geschenk. Ein kurzer Blick auf den Schreibtisch kann bereits Hinweise liefern. Stehen dort Figuren aus bestimmten Spielwelten? Gibt es eine aufwendig eingerichtete Gaming-Ecke? Wird mit Headset gespielt? Vielleicht erzählt derjenige ohnehin regelmäßig von seinem Lieblingsspiel – auch wenn der Rest der Familie längst aufgehört hat, die Namen der Charaktere auseinanderhalten zu können.

Wer selbst nicht tief in der Materie steckt, kann sich außerdem zunächst Inspiration holen. Online finden sich beispielsweise coole Geschenideen für PC Gamer, die zeigen, dass ein passendes Präsent keineswegs immer ein neues Spiel sein muss.

Je mehr über die tatsächlichen Vorlieben bekannt ist, desto leichter lässt sich anschließend aussortieren. Das ist sinnvoller, als sich einfach auf Produkte zu verlassen, auf deren Verpackung möglichst groß „Gaming“ steht.

Gute Geschenke müssen nicht direkt zum Spielen dienen

Eine der einfachsten Möglichkeiten besteht darin, das Umfeld des Hobbys einzubeziehen. Wer viel Zeit am PC verbringt, benutzt schließlich nicht nur Maus und Tastatur.

Praktische Accessoires können den Schreibtisch ordentlicher oder angenehmer machen. Halterungen für Headsets oder Controller sind ein Beispiel dafür; entsprechendes Zubehör wird auch im Gaming-Umfeld von Gamedealz angeboten. Beleuchtung oder dekorative Elemente können ebenfalls funktionieren, wenn sie zum Stil des Beschenkten passen.

Gerade bei einem bereits liebevoll eingerichteten Gaming-Platz bieten sich Dinge an, die das bestehende Setup ergänzen. Das kann etwas Dekoratives sein, muss aber nicht. Manchmal ist eine praktische Kleinigkeit, die täglich benutzt wird, das bessere Geschenk.

Interessant sind auch Präsente mit Bezug zu einem Lieblingsspiel. Wer genau weiß, welche Reihe seit Jahren begeistert, kann nach passender Dekoration oder anderen Fanartikeln suchen. Hier ist die Trefferwahrscheinlichkeit meist deutlich höher als beim Versuch, auf gut Glück das nächste Lieblingsspiel vorherzusagen.

Und wenn gar nichts hilft, ist ein Gutschein weniger einfallslos, als sein Ruf vermuten lässt. Er gibt dem Beschenkten schließlich die Möglichkeit, genau das auszuwählen, was noch fehlt.

Bei Hardware ist Zurückhaltung manchmal die beste Idee

Eine neue Gaming-Maus sieht nach einem hervorragenden Geschenk aus. Das gilt allerdings vor allem dann, wenn man genau weiß, welche Maus gewünscht wird.

Hardware ist unter PC-Spielern häufig eine ziemlich persönliche Angelegenheit. Bei Mäusen spielen Form, Gewicht, Sensor und zusätzliche Tasten eine Rolle. Bei Tastaturen kommen unterschiedliche Größen und Tippgefühle hinzu. Selbst bei einem Headset unterscheiden sich die Vorlieben erheblich.

Noch komplizierter wird es bei Komponenten für den Rechner. Grafikkarte, Arbeitsspeicher oder andere Bauteile sollte niemand allein aufgrund eines attraktiven Angebots kaufen. Kompatibilität und vorhandene Hardware müssen berücksichtigt werden.

Wer ausdrücklich einen konkreten Modellwunsch bekommen hat, kann natürlich bedenkenlos zugreifen. Ohne dieses Wissen sind kleinere Zubehörteile meist die sicherere Variante.

Das gilt übrigens auch für Produkte, die vermeintlich universell funktionieren. Bei Zubehör sollte zumindest geprüft werden, mit welchen Geräten es kompatibel ist. Selbst Controller-Halterungen, Ladestationen oder Taschen können für bestimmte Systeme ausgelegt sein.

Am Ende zählt, dass das Geschenk zum Hobby passt

Das perfekte Gamer-Geschenk muss weder teuer noch technisch beeindruckend sein. Viel wichtiger ist, dass erkennbar wird, dass sich jemand mit dem Hobby des anderen beschäftigt hat.

Wer weiß, welches Spiel seit Jahren begeistert, welche Figur auf dem Schreibtisch fehlt oder worüber sich der Beschenkte beim Zocken regelmäßig ärgert, hat bereits einen entscheidenden Vorteil. Aus solchen Details entstehen häufig bessere Geschenkideen als aus der Suche nach dem teuersten Gaming-Zubehör.

Und manchmal darf ein Geschenk natürlich einfach Spaß machen. Nicht jedes Accessoire muss die Reaktionszeit verbessern, den Schreibtisch ergonomischer machen oder für drei zusätzliche Bilder pro Sekunde sorgen.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis: Gamer freuen sich nicht automatisch über alles, was bunt leuchtet und einen USB-Anschluss besitzt. Wer ein wenig genauer hinsieht, findet etwas, das wirklich zur Person passt – und muss beim Auspacken nicht erklären, warum ausgerechnet diese pink blinkende Maus angeblich der Geheimtipp des Jahres war.